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Abgesagte Betriebsversammlung März 2020 Jörg Klingel

Wir, die gesamte Belegschaft hat genauso hart gearbeitet wie die Jahre zuvor! Wir haben so viel Umsatz erwirtschaftet und Autos gebaut wie nie zuvor! Und weil wir so gut waren und unsere Geschäftsführung so schlecht, zahlen wir nun für diesen kriminellen Vorstand die „Zeche“. Sie leugnen den Dieselskandal Zitat Zetsche:“Wir betrügen nicht!“ aber überweisen Milliarden an Strafzahlungen und behaupten anschließend der Konzern sei unschuldig Wenn ich unschuldig bin würde ich bis zum letzten Atemzug nichts bezahlen. Das Fazit der Geschichte ist das flexible Löhne die man nicht selber beeinflussen kann  für einen Lohnempfänger vorn Arsch oder ziviler gesagt nicht geeignet sind  Die Sprüche und Durchhalteparolen der Geschäftsleitung die sie hier von sich geben  kann und will auch schon keiner mehr hören. Ein bisschen mehr Demut ist angebracht und eine Entschuldigung an die Belegschaft das Sie in Vertretung der Geschäftsleitung völlig versagt haben. Selbst in diesen Zeiten fahren sie für einen Abstecher in die Zweigstelle Neu Wulmstorf nicht mit dem Elektro-Werks-Smart nee mit dem AMG GT das zum Thema Nachhaltigkeit Vorbildfunktion will so der Konzern nach Innen bzw. Außen wirken? 

 

Als Zweites Thema die Nachtschichtzulage: 

Bevor das Gerichtsurteil in Bremen gefallen war, dass es keine Differenzierung bei den Nachtschichtzulagen geben darf, wollten wir in der Tarifrunde „nur“ wie in Stuttgart und anderen Werken auch 25% für die Nachtarbeit erhalten.

Nun entstand eine neue Situation. Es wurde zu einer juristischen Angelegenheit. Der Auftrag des Gerichts war es: die Nachtschichtprozente einheitlich zu zahlen. Da bei Gericht das Günstigkeitsprinzip gilt; ging es nun um 50% Nachtzulage.

Der Unterschied, es ging „nicht“ um die Öffnung des Tarifvertrages, sondern um die rechtliche Richtigstellung des Manteltarifvertrages § 6 Absatz 2 und § 7 Absatz 1. Ähnlich wie bei einem Vertrag in dem eine Klausel nicht rechtens ist und richtiggestellt wird.

Die Gewerkschaft ist aber so verfahren, als würde der Tarifvertrag nun offen liegen. Obwohl das Ergebnis* (Ausführung) auf den ersten Blick recht gut ausschaut, stimmt es mit der Rechnung immer noch nicht.

Um es kurz zu machen, das Ziel ist erreicht, aber die Gewerkschaft gibt von uns etwas dazu! Die Kosten für die Unternehmen wurden auf 0,2% der Lohnkosten gedeckelt. Für uns als Werk Hamburg in der Daimler AG ist es eine Zumutung! Diese Kosten trägt Daimler schon seit Jahrzehnten für die großen Werke und deren Belegschaft!!  Da wird einen schon angst und bange für die kommende Tarifrunde. Die alternative bleibt bei der Forderung, das es eine Gleichbehandlung/Bezahlung aller Mercedesmitarbeiter und zwar werksübergreifend zu regeln ist.

Drittes Thema: Unser Hamburger Personalbereich benutzt ein neues Instrument zur Mitarbeitereinschüchterung????

Textfeld: Unsere Personalleitung Frau Glüsenkamp betreut ja nun auch das Berliner Werk. Anscheinend hat man sie als allererstes aufgeklärt wie man dort Personal mit Hilfe eines Unterstützungespräches führt! - So finden diese Unterstützungsgespräche auch bei uns in Hamburg statt! Nachdem das vom Staat über das Sozialgesetz auf den Weg gebrachte BEM Gespräch teilweise schon dazu geführt hat, Mitarbeiter einzuschüchtern und es auch wohl nicht zu dem erhofften Wirkungsgrad in der Anwesenheitsstatistik geführt hat, beschreitet der P-Bereich aus Hamburg den neuen Berliner Weg. Dass das Krankenrückkehrer oder Fehlzeiten Gespräch nun wegfällt ist mir nicht bekannt. Über diesen neuen Weg des Personal-Bereich wird die BV zu den BEM-Gesprächen umgangen. Jetzt liegt es im Ermessen des P-Bereichs/Meister nicht erst die Höhe der vereinbarten Krankheitstage abzuwarten, um dann einladen zu können, wie beim BEM der ja reguliert ist. Beim neuen Weg gibt es keine Regularien die vereinbart sind. Der Hamburger Betriebsrat wurde nicht informiert wie z.B. Unterstützung aussehen könnte oder mit was man helfen könnte, bzw. die Ziele der Gespräche! Danke für die vertrauensvolle-Zusammenarbeit der Leitung des P-Bereiches mit uns Betriebsräten! Aber eins ist sicher, geht bitte nicht ohne einen von uns Betriebsräten dorthin, damit es später keine Brände zu löschen gibt. Bei so viel freien Kapazitäten im P-Bereich sollte man evtl. das Drehkreuz Halle 14 mit den Kollegen besetzten. Das wäre dann mal echte Unterstützung!

Der T-ZUG ist ein Tarifvertrag der 2018 verhandelt wurde zwischen Arbeitgeberverband und der IG-Metall mit seinen Mitgliedern. In diesem Tarifvertrag ist alles geregelt wie man ihn anwenden soll. Im Jahr 2019 gab es keinerlei Probleme in seiner Anwendung!  Dieses Jahr ist das anders! Da wird ein Pamphlet aus 1999 aus dem Hut gezaubert in dem es um eine sogenannte Schichter-Regelung aus einer bestimmten Betrachtungsweise geht. Kurz gesagt eine 9/12tel Regelung  Das Jahr hat 365 Tag minus den 52 Wochenenden  sind 104 Tage, bleiben rund 260 Tage, diese werden dann einmal durch 3 Schichten geteilt, macht 87 davon dann 9/12tel sind 65 Tage und dann gilt man als regelmäßiger drei Schichtarbeiter  bei 2 Schichtlern sieht es so aus 260 Tage geteilt durch 2 = 130 und davon 9/12tel macht 97 Tage abgerundet, die man benötigt um als zwei Schichtarbeiter zu zählen, um damit den Zugang der freien Tage bei T-ZUG zu bekommen. Mit den restlichen 3/12tel wird der Urlaub Freischicht oder Gleittage bzw. Qualifizierung abgedeckt. Dieses Pamphlet aus dem Jahre 1999 ist keine Betriebsvereinbarung und berücksichtigt auch keine T-ZUG Tage. Im Arbeitszeitgesetz (ArbZG)§ 2 Begriffsbestimmungen ist man schon nach 48 regelmäßiger Nachtarbeiter. Wenn man heute rechnet….sollte es folgen: 30-32 Tage Urlaub (Jubi und 1 Tag für Nachtschicht) und 9 Feiertage maximal für den Norden rechnet = 41 plus 8 T-ZUG tage = 50 dazu 12-15 Tage Freischicht oder Gleittage = 65 Tage   der kann seine 9/12 aus dem Pamphlet nicht erreichen und war noch nicht beim Qualifizieren geschweige auch evtl. Krank. Dazu kommt das in vielen Abteilungen durch Vorgesetzte erwünscht wird bei Urlaub und Krankheit anderer Kollegen bitte in die Früh zu wechseln. Das wird einem beim T-ZUG nun nachteilig ausgelegt und sie waschen ihre Hände in Unschuld. Wollen wir es ihnen Unterstellen ich weiss es nicht denkt ihr euch euren Teil. Leider haben keine Gespräche mit den Meistern oder P-Bereich etwas gebracht hier ein wenig Handlungsspielraum zu nutzen! Ich sage euch „Alle aber wirklich alle verstecken sich hinter diesem Pamphlet von 1999 das nicht im Tarifvertrag zu T-ZUG vorkommt.

So Kollegen es reicht für mich für Heute vielen Dank fürs lesen euer Kollege Jörg Klingel von der alternative